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Mit diesem Blog möchte ich rasch auf aktuelle Themen rund um „Ilisu“ sowie generell zu Wasserkraft reagieren und meine Meinung dazu äußern.

Die Wasserkraft genießt landläufig einen „sauberen Ruf“, ist in Wahrheit aber eine der größten Bedrohungen für Natur und Artenvielfalt. Immer schneller werden immer größere Staudämme gebaut. Weltweit. Im Namen des Klimaschutzes werden dabei nicht einmal die geringsten Standards eingehalten.

Der Ilisu-Staudamm ist dafür ein markantes Beispiel. „Ilisu“ ist eines der verheerendsten und umstrittensten Staudammprojekte der Welt. Er soll am Tigris im Südosten der Türkei gebaut werden. Mitten im historischen Mesopotamien (Zweistromland) würde eine der ältesten Städte der Welt, das 10.000 Jahre alte Hasankeyf, untergehen. Zigtausende Menschen würden ihre Heimat verlieren und eine ökologische Katastrophe wäre nicht auszuschließen. Ursprünglich wollten sich Deutschland, Österreich und die Schweiz mit staatlichen Haftungen, Firmen und  Banken beteiligen. Im Juli 2009 zogen sich diese aber wegen der verheerenden Folgen aus dem Projekt zurück. Nur die österreichische Andritz AG blieb der Türkei „treu“, die nun versucht, das Projekt allein zu realisieren.